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Die Befreiung von Proxima 3 (Originaltitel: No Surrender, No Retreat) ist die fünfzehnte Episode der Serie Babylon 5 Staffel 4. Die Episode wurde zuerst in den USA durch PTEN am 26. Mai 1997 ausgestrahlt. Die deutsche Erstausstrahlung wurde durch ProSieben bewerkstelligt, die diese Babylon 5-Episode am 29. August 1998 gesendet haben.

Zusammenfassung[]

Nachdem Präsident der Erd-Allianz William Morgan Clark dem Militär den Befehl gegeben hat, auf zivile Raumschiffe zu schießen und sie zu zerstören, beschließt Captain John Sheridan, dass es an der Zeit ist, den bewaffneten Kampf gegen ihn und seine Getreuen aufzunehmen. Zuerst wollen die Streitkräfte, die unter dem Kommando von Sheridan stehen, die Erd-Kolonie Proxima 3 zu befreien. An der Spitze einer Flotte von White Star-Raumschiffen fliegt John Sheridan zu dieser Kolonie, deren Bewohner sich verzweifelt gegen die Regierungstruppen Clarks zur Wehr setzen. Dort kommt es zum Kampf gegen mehrere Zerstörer und Jagdgeschwader der Erd-Allianz.

Handlung[]

Kapitel 1: Sieg oder Untergang[]

Persönliches Computerlogbuch des Captains, 2. September 2261: Es reicht jetzt. Genug ist genug.
– John J. Sheridan


Captain John Sheridan ruft die diplomatischen Vertreter der Minbari, der Centauri, der Narn und der Blockfreien Welten zu einer außerordentlichen Sitzung zusammen. Commander Susan Ivanova umreißt die Lage und erklärt den Anwesenden, in welchem Umfang die Truppen, die gegenwärtig unter dem Commando von Sheridan und den Rangers stehen, die Grenzen der Völker der Blockfreien Welten schützen.

Danach übernimmt Sheridan. Er teilt den Anwesenden mit, dass alle Verträge, die sie mit der Erd-Regierung geschlossen haben, ab sofort null und nichtig sind. Er informiert die Delegierten darüber, dass der Präsident der Erde, William Morgan Clark, für die Ermordung von unschuldigen Zivilisten verantwortlich ist.

G'Kar unterstützt Captain Sheridan, indem er den anwesenden Botschaftern vor Augen hält, dass die Narn während des Erd-Minbari-Krieges die Menschen unterstützt haben. Er führt weiter aus, dass die Menschen ihrerseits nicht das Geringste taten, als die Centauri Narn angegriffen und besetzt haben und dass man der Erde deswegen nichts schulden würde.

Sheridan ist dem Narn dankbar dafür, dass er sich so prompt und klar auf seine Seite gestellt hat. Sheridan nutzt die Unsicherheit der Botschafter aus, um ihnen vor Augen zu halten, dass Clarks Propaganda gleichfalls den Hass gegen Außerirdische schürt. Er versucht den Anwesenden klarzumachen, dass es an der Zeit ist, etwas zu unternehmen, um Schlimmeres zu verhindern. Sheridan bittet die Botschafter darum, jeweils einen Kreuzer zum Schutz von Babylon 5 abzustellen. Nicht zuletzt auch zum Selbstschutz.

Der Captain weist zudem eindringlich darauf hin, dass die Erde, ab sofort, allein dasteht. Er informiert die Botschafter der verschiedenen außerirdischen Völker davon, dass es sein Ziel ist, nach Proxima 3 auch den Mars und die Erde zu befreien.

Kapitel 2: Nicht unter Sheridan[]

Vertraue dir selbst, vertraue Ivanova, alle Anderen - abschießen!
– Susan Ivanova


Ranger Marcus Cole erreicht mit einem Raumschiff, das von Proxima 3 kommt, die Raumstation. Direkt nach seinem Eintreffen eilt er zum Lagezentrum, um Captain Sheridan die Informationen zu bringen, um die er Marcus gebeten hat. Er wird bereits ungeduldig von dem Captain erwartet. Aus den mitgebrachten Daten geht hervor, dass Clark ein halbes Dutzend Zerstörer der Omega-Klasse zwischen dem lokalen Hyperraumsprungtor und dem Planeten hat stationieren lassen. Zudem patrouilliert ein Geschwader Jagdflieger im Proxima-System.

Die Daten besagen außerdem, dass die Zivilisten, wegen dieser Blockade, den Planeten nicht verlassen können, wo ihnen inzwischen das Trinkwasser und alle weiteren Versorgungsgüter ausgehen. Es ist Marcus gelungen die Raumschiffe der Erd-Allianz zu identifizieren. Es handelt sich um die EAS Heracles, unter Captain Trevor Hall, die EAS Juno, unter Captain James Mandala, die EAS Pollux, unter Captain Elizabeth Morgenstern, die EAS Nemesis, unter Captain Yoshi Kawagawa, die EAS Vesta, unter Captain Edward MacDougan und die Jagdflieger kommandiert Captain Stephanie Eckland [1].

Auf Anfrage von Sheridan wirft Commander Ivanova ein, dass die Zivilschiffe von der Heracles und der Pollux vernichtet worden sind. Sheridan kennt die Kommandanten beider Zerstörer nicht. Er vermutet deshalb, dass sie Clark treu ergeben sind. Sheridan erkundigt sich danach, ob bestimmte Raumschiffe bewusst Gräueltaten vermieden haben, doch dazu kann Marcus keine Angaben machen. Gemeinsam mit Ivanova legt Sheridan danach den Plan für den Angriff auf Proxima 3 fest. Dabei gefällt beiden nicht, eventuell bald auf Menschen schießen zu müssen, die bei denselben Streitkräften dienen, wie sie.

Inzwischen wird Vir Cotto von Michael Garibaldi aufgesucht. Der ehemalige Chief des Sicherheitsdienstes von Babylon 5 muss geschäftlich in den Centauri-Sektor. Garibaldi erkundigt sich bei Vir nach Londo Mollari, von dem er sich ein paar Empfehlungen erhofft. Von Vir erfährt Garibaldi nicht nur, dass Mollari sich mit G'Kar bespricht, sondern dass Sheridan damit begonnen hat, gegen die Truppen Clarks vorzugehen. Zur Überraschung des Centauri erklärt Garibaldi, dass er dennoch nicht zum Kommandostab zurückkehren will, solange Sheridan das Kommando inne hat.

Inzwischen üben die Kampfpiloten der Jagdgeschwader von Babylon 5 im Weltall, rund um die Station herum, verschiedene taktische Manöver. Commander Ivanova teilt Lieutenant Corwin den Rotationsplan für die Geschwader mit. Sie will nicht von einem eventuellen Angriff auf die Station überrascht werden.

Kapitel 3: Vorbereitungen[]

Sheridan und Ivanova haben ein Ablenkungsmanöver geplant. Drei Raumschiffe der White Star-Flotte sollen bis zum Sol-System vorstoßen und dort Verwirrung stiften. Damit die Truppen, die vor Proxima 3 zusammengezogen werden, nicht geortet werden können, treffen sie dort schubweise in Zweier- und Dreiergruppen ein. Ivanova hofft darauf, dass sich Teile der dort stationierten Erdstreitkräfte, während des Angriffs, auf ihre Seite schlagen werden.

Marcus Cole ist inzwischen, an Bord eines Raumschiffs der Klasse Weißer Stern mit der ersten Kampfgruppe vor Proxima 3. Er hält Kontakt zu den Widerstandskämpfern auf dem Planeten. Von ihnen erhält er Informationen dazu, welche Kreuzer keine zivilen Ziele beschossen haben. Er erfährt gleichfalls, dass die Widerständler bereits jetzt schon fast mit dem Rücken zur Wand stehen.

Auf Babylon 5 sucht Londo Mollari G'Kar überraschend in dessen Privatquartier auf. Mollari gibt dem Narn gegenüber zu, einige dumme Fehler gemacht zu haben. Nach einem längeren Vorgeplänkel kommt der Centauri schließlich auf den Punkt. Er hat bei seiner Regierung erreicht, dass die Centauri Sheridan offiziell zu unterstützen. Mollari bittet G'Kar darum, dass die Narn das Gleiche tun sollen, um ein Zeichen für die übrigen Völker zu setzen. Doch G'Kar schweigt sich aus und Mollari verlässt deprimiert das Quartier des Narn.

Derweil schwören Sheridan und Ivanova die Piloten der Starfury-Jäger und der Thunderbolt-Jagdbomber, die den Captain nach Proxima 3 begleiten sollen auf die bevorstehende Schlacht ein. Dabei geben beide gleichzeitig letzte taktische Hinweise. Sheridan erklärt den Piloten und Pilotinnen, dass die Besatzungen der Nemesis und der Vesta bewusst vermieden haben, auf zivile Ziele zu schießen. Er erklärt den Piloten, dass es sich bei diesen Besatzungen um potentielle Verbündete handeln könnte und man ihnen die Chance geben sollte, sich von Clark loszusagen, bevor man auf diese Raumschiffe feuert.

Nach der Ansprache begibt sich Sheridan auf die White Star 2. Das Raumschiff hat das Logo von Babylon 5 als zusätzliche Lackierung bekommen. Im Kommandozentrum von Babylon 5 gibt Lieutenant Corwin besorgt zu bedenken, dass daraus jeder sofort schließen müsse, dass sich der Captain an Bord befindet. Doch Commander Ivanova gibt schlicht zurück, dass genau das beabsichtigt sei. Beide beobachten, wie der Captain und die ihn begleitenden Jagdflieger aufbrechen und durch das Hypersprungtor im Hyperraum verschwinden.

Kapitel 4: Feindliche Ziele []

Nachdem Captain John Sheridan, im Hyperraum, vor Proxima 3 angekommen ist, begibt sich Marcus Cole an Bord der White Star 2, um den Posten des Ersten Offiziers an Bord zu übernehmen. Sheridan gibt den Einsatzbefehl, woraufhin die erste Kampfgruppe den Hyperraum verlässt um ein Ablenkungsmanöver im Ortungsschatten des Planeten zu starten.

An Bord der Heracles wird dieses Manöver registriert und Captain Hall, der als Kommandeur des irdischen Kampfverbandes fungiert gibt den Befehl, dass die Nemesis und die Pollux die Koordinaten des White Star-Verbandes ansteuern sollen. Auf dem Flaggschiff der White Star-Flotte wird das Manöver der beiden irdischen Zerstörer verfolgt und Sheridan gibt den Befehl, dass sich nun die zweite Kampfgruppe seines Verbandes in Marsch setzen soll. Dabei mahnt der Captain noch einmal an, nicht zuerst auf den Gegner zu feuern.

Auf der Heracles verfolgen Captain Hall und sein Erster Offizier, Commander Sandra Levitt, das Geschehen. Levitt weist auf den unbekannten Raumschifftyp hin. Hall erklärt, dass es sich bei diesen Konstruktionen um die Raumschiffe Sheridans handelt. Er gibt den Kommandanten der Vesta und der Juno den Befehl, die Spitze der Abfangformation zu bilden. Von beiden Zerstörern starten die an Bord befindlichen Jagdgeschwader.

Inzwischen lässt Sandra Levitt die Heracles kampfbereit machen. Sie ortet einen Funkspruch von Sheridan. Bei einer Kreuzpeilung, die Hall anordnet stellt sie zu ihrem Erstaunen fest, dass sich das Raumschiff, von dem aus der Funkspruch gesendet wird, direkt hinter ihrem Zerstörer befindet. In dem Funkspruch fordert John Sheridan die Kommandanten der Erd-Zerstörer dazu auf, sich zu ergeben oder den Sektor umgehend zu verlassen. Sheridan weist darauf hin, dass die Kommandanten der Zerstörer gegen das Interstellare Kriegsrecht verstoßen haben, mit dem Hinweis, dass er seine Forderung notfalls mit Waffengewalt durchsetzen wird.

Captain Trevor Hall schäumt vor Wut, wegen der Forderung Sheridans. Er gibt den Befehl, die anfliegenden Raumschiffe anzugreifen. Zu seiner Überraschung bricht Captain Edward MacDougan die von ihm angeordnete Funkstille, um mit John Sheridan zu reden. Beide Männer kennen sich seit Sheridans Zeit als Kadett an der Akademie der Erdstreitkräfte. MacDougan weist darauf hin, dass Proxima 3 der Erd-Allianz angehört und nicht das Recht habe, sich aus dem politischen Gebilde loszusagen. Sheridan widersprich und weist darauf hin, dass dies als Konsequenz auf die, von Präsident Clark angeordnete Bombardierung ziviler Einrichtungen auf dem Mars geschehen ist.

Sheridan weist seinen ehemaligen Ausbilder an der Akademie darauf hin, dass sich jede Person, die den illegalen Befehlen Clarks folgt, sich mitschuldig macht. Selbst dann, wenn man möglicherweise das Beschießen ziviler Ziele bisher vermieden hat. Er fordert MacDougan dazu auf, diesen illegalen Befehlen nicht länger zu folgen. Er erinnert den Captain der Vesta daran, dass er ihm an der Akademie beibrachte, dass Soldaten keine sturen Befehlsempfänger sein dürfen, sondern selbst entscheiden müssen, ob ein Befehl moralisch und legal ist, oder nicht.

Empört über MacDougan gibt Captain Hall auf der Heracles den Feuerbefehl. Der Zerstörer beginnt, aus allen Rohren, die anfliegenden Einheiten Sheridans unter Waffenfeuer zu nehmen. Dabei werden eine Reihe der Jäger zerstört, welche die White Star-Flotte flankieren. Sheridan befiehlt daraufhin seinerseits, das Feuer zu erwidern.

Kapitel 5: Erst der Anfang[]

Über Proxima 3 entbrennt eine gewaltige Raumschlacht zwischen den Einheiten Sheridans und dem Kampfverband der Erd-Allianz. Trevor Hall muss erbittert feststellen, dass Edward MacDougan offensichtlich nicht dazu bereit ist, seinem Angriffsbefehl Folge zu leisten. Hall wiederholt den Angriffsbefehl doch der Kommandant der Vesta, den Sheridans Worte sehr nachdenklich gemacht haben, verweigert die weitere Ausführung illegaler Befehle. Über Funk setzt Hall daraufhin MacDougan als Kommandanten der Vesta und gibt Commander Philby den Befehl, als Captain das Kommando über den Zerstörer zu übernehmen. Der Commander zwingt MacDougan, mit vorgehaltener PPG, das Kommando an ihn abzutreten.

An Bord der White Star 2 registriert Marcus Cole, dass die Vesta die bisherige Position im All verlässt und auf Angriffskurs geht. Die Pollux und die Heracles sind getroffen worden, setzen aber den Kampf fort, während sich die Juno, die Nemesis und die Kampfflieger der Position der White Star 2 nähern, jedoch nicht angreifen. Durch ein riskantes Manöver findet Sheridan heraus, dass die Kampfflieger nicht gewillt sind, zu kämpfen.

Plötzlich wird die White Star 2 erschüttert. Die Vesta hat das Feuer aus sie eröffnet und die Jagdflieger des Erd-Zerstörers nähern sich ihrer Position. Sheridan will jedoch auch jetzt noch nicht auf die Vesta schießen, da sich MacDougan an Bord befindet. Marcus hält Sheridan jedoch eindringlich entgegen, dass man auf sie schießen wird. Kurz bevor sich Sheridan dazu durchringen kann, das Feuer zu eröffnen, nimmt Edward MacDougan Funkkontakt zu Sheridan auf und berichtet ihm davon, dass die Crew seines Zerstörers die Beförderung von Commander Philby zurückgenommen hat. Er versichert Sheridan, dass die Crew der Vesta sich ergibt.

Damit haben sich zwei Captains als Verbündete herausgestellt. Gleich darauf meldet Marcus, dass sich auch die Juno zurückzieht. Der Zerstörer verlässt das System mit Hilfe des Hyperraumsprungtors. Die Pollux hingegen, obwohl bereits schwer beschädigt, kämpft immer noch erbittert gegen die Einheiten Sheridans. Die Geschütze des Erd-Zerstörers feuern auf ein anfliegendes White Star-Raumschiff, das manövrierunfähig frontal im Bugsektor des Zerstörers einschlägt. Durch mehrere verheerende Sekundärexplosionen wird die Pollux daraufhin vollständig zerstört.

Auch die Nemesis hat schwere Schäden und bietet die Kapitulation an. Captain Trevor Hall hingegen will bis zum bitteren Ende den Kampf fortsetzen, obwohl er bereits jetzt auf verlorenem Posten steht. Er verweigert auch jetzt die erneute Kapitulationsaufforderung Sheridans. Sein Erster Offizier erkennt, dass Hall im Begriff ist, die Crew sinnlos für die illegalen Befehle Clarks zu opfern und enthebt ihn daraufhin seines Kommandos. Commander Levitt lässt Hall von der Kommandobrücke entfernen. Als neue Kommandantin der Heracles nimmt sie Funkkontakt zu Sheridan auf und entspricht seiner Aufforderung, die Regierungsgewalt auf Proxima 3 wieder in die Hände der lokalen, zivilen Regierung zu legen.

An Bord der White Star 2 stellt Marcus Cole zufrieden fest, dass die Befreier gewonnen haben. Sheridan widerspricht ihm jedoch und weist darauf hin, dass man zwar das gesetzte Ziel erreicht hat, dass es aber, angesichts der schrecklichen Verluste auf beiden Seiten kein Sieg ist. Bitter stellt Sheridan fest, dass dies erst der Anfang gewesen ist und dass die kommenden Gefechte mit den Verbänden von Präsident Clark noch einen höheren Blutzoll fordern werden. Dabei beobachtet er traurig die über Proxima 3 treibenden Trümmer der zerstörten Pollux. Er gibt die Anweisung, dass die verbliebenen Befehlshaber sich in einer Stunde auf seinem Flaggschiff einfinden sollen. Sheridan will in Erfahrung bringen, ob sie auf seiner Seite stehen.

Kapitel 6: Verbündete[]

Nachdem Captain MacDougan, Captain Kawagawa, Captain Eckland und Commander Sandra Levitt an Bord der White Star 2 eingetroffen sind, bespricht sich Sheridan mit den Offizieren im Konferenzraum des Raumschiffs. Sheridan eröffnet den Soldaten der Erdstreitkräfte die Optionen, nach Hause zu fliegen, bei Proxima 3 zu bleiben, um dabei zu helfen, die Kolonie gegen weitere mögliche Angriffe durch Clarks Truppen zu schützen, oder sich ihm anzuschließen.

Während der Besprechung weist Commander Levitt eindringlich darauf hin, dass sie zwar nicht mit dem Vorgehen von Clark einverstanden ist, dass es aber andererseits nicht die Aufgabe von Soldaten ist Politik zu machen. Sheridan hält ihr leidenschaftlich entgegen, dass sie alle, als Offiziere der Erd-Allianz, den Eid abgelegt haben, die Erde gegen jeden Feind zu verteidigen. Auch gegen Feinde von innen. Er weist darauf hin, dass sich Clark zu einem solchen Feind entwickelt hat. Er versucht, den Anwesenden klarzumachen, dass der Eid sie den Menschen und der Erde verpflichtet, nicht aber einer bestimmten Regierung. Edward MacDougan hält das zwar für spitzfindig, kann jedoch letztlich Sheridans Argument nicht widerlegen.

Als Sheridan darauf hinweist, dass in Kürze weitere abtrünnige, irdische Besatzungen mit ihren Kriegsschiffen über Proxima 3 erscheinen werden, um die Kolonie fortan zu verteidigen, erkundigt sich Commander Levitt erstaunt, wozu es zu dieser Maßnahme kommt, da Sheridan doch von der Liga der blockfreien Welten unterstützt wird. Sheridan erklärt daraufhin, dass er einen sauberen Kampf will.

Sheridan führt aus, dass die anderen Völker nicht für die Erde kämpfen werden, dass sie sich aber auch nicht als Hindernis in den Weg stellen werden. Er bittet die Anwesenden um ihre Unterstützung, bis man Clark abgesetzt hat und die Wähler entschieden habe, was weiter zu tun ist. Er erinnert die Offiziere im Raum nochmal eindringlich daran, dass es die Menschen sind, für die sie kämpfen. Edward MacDougan ergreift als dienstältester anwesender Offizier der Erd-Allianz das Wort und erklärt Sheridan, dass man sich nun beraten will. Sheridan versteht das und verlässt derweil den Konferenzraum.

Auf Babylon 5 sitzt derweil Londo Mollari, noch immer niedergeschlagen, bei einem Drink in einer Bar auf dem Zócalo. Unerwartet setzt sich G'Kar zu ihm. Der Narn bestellt sich ebenfalls den gleichen Drink, den Mollari gehabt hat. Er trinkt ihn und wendet sich danach an den Centauri. Danach fordert er Mollari dazu auf, die Erklärung aufsetzen zu lassen, wegen der der Centauri ihn zuvor aufgesucht hat. G'Kar versichert Mollari, das er sie unterschreiben wird, allerdings nicht auf derselben Seite wie er. Als der Narn geht, lässt er einen ebenso nachdenklichen wie erleichterten Centauri zurück.

Über Proxima 3 haben sich die vier hochrangigen Offiziere der Erd-Allianz inzwischen auf ihr weiteres Vorgehen festgelegt. Es ist auch jetzt Edward MacDougan, der mit Sheridan auf der Kommandobrücke der White Star 2 spricht, und ihm das Ergebnis mitteilt. Sandra Levitt hat sich dazu entschlossen, mit der Heracles das System in Richtung Beta 9 zu verlassen, um Reparaturen am Zerstörer einzuleiten. Dabei bleibt Captain Hall in Haft, bis die Sachlage final geklärt ist. Eckland bleibt bei Proxima 3, um dort fortan bei der Verteidigung der Kolonie mitzuhelfen. Er selbst und Kawagawa schließen sich Sheridan an. Erfreut rechen sich beide Männer die Hand.

Auf Babylon 5 informiert Susan Ivanova, mit Hilfe des Senders Die Stimme des Widerstands, dass die Kolonie Proxima 3 von den Truppen Sheridans befreit worden ist. Ebenso gibt sie bekannt, dass diese Aktion offiziell von den Regierungen der Centauri und der Narn voll anerkannt worden ist. Sie ruft weiter dazu auf, dass sich die Kommandanten und Crews der irdischen Kriegsschiffe auf ihre Seite schlagen sollen. Michael Garibaldi verlässt zeitglich die Station in Richtung Mars, in der festen Absicht niemals zurückzukehren.

Hintergrundinformationen[]

Dialogzitate[]

  • Marcus Cole: "Die Nemesis und die Pollux fliegen in unsere Richtung."
    John Sheridan: "Nicht die Heracles?"
    Marcus Cole: "Nein. Man sollte meinen, die schicken nur Schiffe, die auch bereit sind zu schießen."
    John Sheridan: "Vielleicht hat man die Besatzung der Nemesis ausgetauscht, damit Leute dabei sind, die bereit sind zu schießen."
    Marcus Cole: "Vielleicht sind uns sowieso alle feindlich gesinnt, nur einige eben mehr, als die anderen."
    John Sheridan: "Vielen Dank für die tröstenden Worte, Marcus. Wenn ich mal wieder so richtig deprimiert bin wende ich mich an Sie."
  • Sandra Levitt: "Es ist nicht die Aufgabe des Militärs Politik zu machen."

Anmerkungen[]

  1. In der englischsprachigen Originalversion der Serie nimmt im Jahr 2261 zusätzlich der Zerstörer EAS Furies unter dem Kommando von Captain Stephanie Ekland an der Belagerung von Proxima 3 teil. Dort führt Ekland stattdessen nicht das Kommando über eine separate Gruppe von Jagdfliegern. In der deutschen Fassung ist beides nicht der Fall, weshalb für das deutschsprachige Fandom-Wiki diese Tatsachen nicht berücksichtigt werden.
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