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Der Erd-Minbar-Krieg ist ein bewaffneter Konflikt zwischen den Menschen der Erde und den Minbari, der die Menschheit an den Rand der Vernichtung gebracht hat. Am Anfang des Krieges, im Jahr 2245 entwickelt sich dieser Krieg durch ein tragisches Missverständnis, das die damals überlegenen Minbari erzürnt hat und, blind vor Wut, losschlagen lässt.

Entwicklung[]

Ausgangslage[]

Die Menschen und die Minbari haben im ersten Viertel des 23. Jahrhunderts noch keinen Kontakt. Während die Minbari zurückgezogen leben und nicht am Krieg gegen die Dilgar teilnehmen, gehen die Menschen gestärkt und mit großem Selbstbewusstsein aus dem Dilgar-Krieg hervor. Man handelt mit den Mitgliedswelten der Liga der blockfreien Welten Nichtangriffspakte aus und will nun expandieren. Trotz der Warnungen der Centauri-Republik wollen die Menschen den Kontakt mit den Minbari suchen, hauptsächlich um zu erfahren, ob diese von den Centauri selten kontaktierte Spezies etwas gegen die Expansionspläne der Erde aufzubringen hat. In der Zwischenzeit kommt es jedoch bereits zu einigen ersten Kontakten, als Doktor Steven Franklin per Anhalter durch die Galaxie reist und auf den jeweiligen Raumschiffen seine Dienste als Arzt im Gegenzug für eine kostenlose Reise anbietet.

Die Minbari hingegen wissen bereits seit einiger Zeit von den Menschen, aber eine offizielle Kontaktaufnahme ihrerseits durch eine Entscheidung des Grauen Rats abgelehnt. Schon zu diesem Zeitpunkt steht Dukhat, der Führer des Grauen Rates, in Kontakt mit den Vorlonen, die ihrerseits vor 1.000 Jahren mit den Minbari eine Allianz gegen die Schatten gebildet haben und nun eine Erneuerung dieser Allianz anstreben. Da man die Anla’Shok entgegen Valens Anweisungen nicht genügend Unterstützung zukommen lässt, diese aber auf einen Kontakt mit den Vorlonen drängen, beschließt der Graue Rat, eine Erkundungsmission nach Z'ha'dum zu schicken, um zu überprüfen, ob der alte Feind widererstarkt sei, um eine Kontaktaufnahme mit den Vorlonen zu rechtfertigen.

Auf der Erde entscheidet man, dass die EAS Prometheus unter Captain Jankowski an den Rand des Minbari-Raums eine Erkundungsmission durchführen soll. Commander Sheridan lehnt es ab, ihm für diese Mission zugeteilt zu werden, da er Jankowski für nicht geeignet hält, Erstkontakte durchzuführen.

Auslöser[]

Das Ereignis, das den Krieg letztendlich auslöst, ist das unerwartete Zusammentreffen zwischen Menschen und Minbari im Jahr 2245, als die Expeditionsflotte der Erd-Allianz am Rand des Minbari-Territoriums auf die Raumschiffe des Grauen Rates treffen, die sich ihrerseits auf dem Weg nach Z’ha’dum befinden. Die Gruppe von Raumschiffen der Erdstreitkräfte, bestehend aus der Prometheus, sowie der EAS Hyperion, der EAS Admunsen und der EAS Schwarzkopf, entdeckt bei ihrer Erkundungsmission einige schwache Sensoren-Echos der Minbari-Raumschiffe, woraufhin Captain Jankowski eigenmächtig beschließt, sich diesen Raumschiffen zu nähern. Auch auf dem Minbari-Raumschiff, das den Grauen Rat beherbergt, die Valen’Tha, bemerkt man die für die Minbari unbekannten Raumschiffe, die ihnen folgten. Dukhat soll über diesen Kontakt nicht informiert werden, dennoch sollen die fremden Schiffe abgetastet werden.

Die Stärke des folgenden Scans der Minbari-Raumschiffe ist so groß, dass die Hyperraumsprumantriebe der Erdallianz-Raumschiffe versagen. Außerdem wird bemerkt, dass das von der Prometheus gescannte Minbari-Schiff alle Waffen hochfährt. Ein Aufschalten der Zielerfassung wird jedoch nicht registriert. Der Erste Offizier der Prometheus erklärt dies damit, dass das Scan-Signal der Minbari alles andere überdeckt. Da Captain Jankowski die errungenen Informationen um jeden Preis zurück zur Erde bringen will, lässt er die Schiffe der Task-Force gefechtsklar machen. Als Dukhat nun endlich über den Kontakt informiert wird, und Delenn die Vermutung äußert, dass es sich bei den unbekannten Schiffen um menschliche Schiffe handeln müsse, ist es bereits zu spät. Als der Führer des Grauen Rats entsetzt über die ohne sein Wissen initiierte Tradition der Kriegerkaste, aus Respekt sämtliche Waffen hochzufahren, diese Entscheidung zurücknehmen lassen will und er und Delenn Seelenjäger entdecken, die sich in der Nähe aufhalten, eröffnen die Schiffe der Erd-Allianz plötzlich das Feuer und treffen die Valen’Tha schwer.

Im Feuergefecht stirbt Dukhat in Delenns Armen. Es gelingt den Schiffen der Erd-Allianz das, was für sie ein Störsignal zu sein scheint, auszuschalten und in den Hyperraum zu springen, während sich der Graue Rat uneins darüber ist, was nun zu tun ist. Es ist Delenns entscheidende Stimme, die sie aus Wut und Trauer gibt und die den Feldzug gegen die Menschen einläutet.

Kriegsverlauf[]

In der Folge rufen die Minbari zu einem heiligen Krieg auf, nachdem die Botschaft über Dukhats Tod nach Minbar vorgedrungen ist. Der Krieg verläuft für die Menschen äußerst schlecht. Die Taktik der Minbari sieht vor, zunächst die menschlichen "Krieger" zu töten, um dann anschließend, beginnend mit der Erde sämtliche zivile Ziele auszulöschen und die Menschheit auf diese Art auszurotten. Die Minbari-Kriegsschiffe sind denen der Menschen weit überlegen. Ihre Scan-Signale blockieren die Hyperraumsprungtriebwerke des Gegners, und ihre Feuerkraft ist derart immens, dass sie nur wenige Treffer benötigen um den Gegner zu zerstören. Darüber hinaus sind die Minbari auch in der Lage, die Sprungtriebwerke ihrer Schiffe präziser einzusetzen als die Menschen. Auf der anderen Seite verfügen die Menschen zwar Waffen, mit denen sie den kleineren Kreuzern gefährlich werden können, allerdings können sie damit immer wieder nur einen Phyrrussieg erreichen. Für jedes zerstörte Minbari-Schiff werden drei irdische Schiffe zerstört.

Der einzige echte Erfolg, ist Sheridans Erfolg bei der Zerstörung der Drala Fi, dem Flaggschiff der Minbari, das den Menschen als Schwarzer Stern bekannt ist. Nachdem die EAS Lexington mit ihrer Geleitgruppe von dem Schiff in einem Asteroidenfeld aufgebracht wird, verbleibt nur die schwer beschädigte Lexington, deren Kommandant Captain Roger Sterns bei dem Angriff stirbt. Das Schiff verfügt lediglich über Manövriertriebwerke und drei nukleare Sprengköpfe, als Sheridan das Kommando übernimmt. Er lässt diese Sprengköpfe, die mit Annäherungszündern ausgestattet sind, in dem Asteroidenfeld verstecken. Kurz darauf lässt er nun den bisher zurückgehaltenen Notruf senden und lockt so die Drala Fi an. Als das Minbari-Schiff in Feuerreichweite kommt, lässt Sheridan die drei Sprengsätze zünden und vernichtet das Minbari-Kriegsschiff. Für diese Tat erhält er von den Minbari den Namen Sternen-Killer.

Das Ende[]

Die Streitkräfte der Erdallianz werden letztendlich in den erdnahen Raum zurückgedrängt und ziehen sich zwischen Erde und Mond zurück, da man aufgrund der bisherigen Taktik der Minbari glaubt, dass die Marskolonie zunächst zugunsten eines direkten Angriffs auf die Erde und ihre Militärverbände, gefolgt von einer Auslöschung jedweden menschlichen Lebens verschont bleibt.

Folgen des Kriegs[]

In der Folge des Kriegs beschließt der irdische Senat künftige derartige Kriege mit dem Bau einer Raumstation in einem neutralen Sektor verhindern zu wollen. Das Babylon-Projekt wird, besonders durch die Initiative von Präsidentin Elizabeth Levy, initiiert.

Quellen[]

  • Babylon 5: Der erste Schritt
  • Babylon 5: Gefangen im Cybernetz
  • Babylon 5: Das Traumorakel
  • Babylon 5: Das Schattenschiff
  • JMS Compuserve Posting
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