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Der Krieg zwischen den Menschen und den Minbari ist ein bewaffneter Konflikt zwischen den beiden Völkern gewesen, der die Menschheit an den Rand der Vernichtung gebracht hatte. Am Anfang des Kriegs stand ein tragisches Missverständnis, das die Minbari erzürnte und blind vor Wut losschlagen ließ.

Hergang Bearbeiten

Ausgangslage Bearbeiten

Die Menschen und die Minbari hatten im ersten Viertel des 23. Jahrhunderts noch keinen Kontakt. Während die Minbari zurückgezogen lebten und nicht am Krieg gegen die Dilgar beteiligt waren, aus dem allerdings die Menschen gestärkt und mit großem Selbstbewusstsein hervorgingen. Man handelte mit den Mitgliedswelten der Liga der blockfreien Welten Nichtangriffspakte aus und wollte nun expandieren. Trotz der Warnungen der Centauri-Republik wollten die Menschen den Kontakt mit den Minbari suchen, hauptsächlich um zu erfahren, ob diese von den Centauri selten kontaktierte Spezies etwas gegen die Expansionspläne der Erde aufzubringen hätte.[1] In der Zwischenzeit kam es jedoch bereits zu einigen ersten Kontakten, als Doktor Steven Franklin per Anhalter durch die Galaxie reiste und auf den jeweiligen Schiffen seine Dienste als Arzt im Gegenzug für eine kostenlose Reise anbot.[2]

Die Minbari hingegen hatten bereits seit einiger Zeit von den Menschen gewusst, aber eine offizielle Kontaktaufnahme ihrerseits durch eine Entscheidung des Grauen Rats abgelehnt.[3] Schon zu diesem Zeitpunkt stand Dukhat, der Führer des Grauen Rats, in Kontakt mit den Vorlonen, die ihrerseits vor 1.000 Jahren mit den Minbari eine Allianz gegen die Schatten gebildet hatten und nun eine Erneuerung dieser Allianz anstrebten. Da man die Anla’Shok entgegen Valens Anweisungen nicht genügend Unterstützung zukommen ließ, diese aber auf einen Kontakt mit den Vorlonen drängten, beschloss der Graue Rat, eine Erkundungsmission nach Z’ha’dum zu schicken, um zu überprüfen, ob der alte Feind wiedererstarkt sei, um eine Kontaktaufnahme mit den Vorlonen zu rechtfertigen.[1]

Auf der Erde entschied man, dass die EAS Prometheus unter Captain Jankowski an den Rand des Minbari-Raums eine Erkundungsmission durchführen sollte. Commander Sheridan lehnte es ab, ihm für diese Mission zugeteilt zu werden, da er Jankowski für nicht geeignet hielt, Erstkontakte durchzuführen.[1]

Auslöser Bearbeiten

Das Ereignis, das den Krieg letztendlich auslöste, war das unerwartete Zusammentreffen zwischen Menschen und Minbari im Jahr 2245, als die Expeditionsflotte der Erdallianz am Rand des Minbari-Territoriums auf die Schiffe des Grauen Rats trafen, die sich auf dem Weg nach Z’ha’dum befanden. Die Gruppe von Schiffen der Erdallianz-Streitkräften, bestehend aus der Prometheus, sowie der EAS Hyperion, EAS Admunsen[4] und der EAS Schwarzkopf entdeckte bei ihrer Erkundungsmission einige schwache Sensorenechos der Minbari-Schiffe, woraufhin Captain Jankowski eigenmächtig beschloss, sich den Schiffen zu nähern. Auch auf dem Minbari-Schiff, das den Grauen Rat beherbergte, die Valen’Tha, bemerkte man die für die Minbari unbekannten Schiffe, die ihnen folgten. Dukhat sollte über diesen Kontakt nicht informiert werden, dennoch sollten die fremden Schiffe abgetastet werden.[1][3]

Die Stärke des folgenden Scans der Minbari-Schiffe ist so groß, dass die Hyperraumsprumantriebe der Erdallianz-Schiffe versagten. Außerdem wurde bemerkt, dass das von der Prometheus gescannte Minbari-Schiff alle Waffen hochfuhr. Ein Aufschalten der Zielerfassung wurde jedoch nicht registriert. Der Erste Offizier der Prometheus erklärte dies damit, dass das Scan-Signal der Minbari alles andere überdeckte. Da Captain Jankowski die errungenen Informationen um jeden Preis zurück zur Erde bringen will, lässt er die Schiffe der Task-Force gefechtsklar machen.[1] Als Dukhat nun endlich über den Kontakt informiert wird, und Delenn die Vermutung äußert, dass es sich bei den unbekannten Schiffen um menschliche Schiffe handeln müsse, ist es bereits zu spät. Als der Führer des Grauen Rats entsetzt über die ohne sein Wissen initiierte Tradition der Kriegerkaste, aus Respekt sämtliche Waffen hochzufahren, diese Entscheidung zurücknehmen lassen will und er und Delenn Seelenjäger entdecken, die sich in der Nähe aufhalten, eröffnen die Schiffe der Erdallianz plötzlich das Feuer und treffen die Valen’Tha schwer.[3]

Im Feuergefecht stirbt Dukhat in Delenns Armen. Es gelingt den Schiffen der Erdallianz das, was für sie ein Störsignal zu sein scheint, auszuschalten und in den Hyperraum zu springen, während sich der Graue Rat uneins darüber ist, was nun zu tun ist. Es ist Delenns entscheidende Stimme, die sie aus Wut und Trauer gibt und die den Feldzug gegen die Menschen einläutet.[1][3]

Kriegsverlauf Bearbeiten

In der Folge riefen die Minbari zu einem heiligen Krieg aus, nachdem die Botschaft über Dukhats Tod nach Minbar vorgedrungen war. Der Krieg verlief für die Menschen äußerst schlecht. Die Taktik der Minbari sah es vor, zunächst die menschlichen „Krieger“ zu töten, um dann anschließend, beginnend mit der Erde sämtliche zivile Ziele auszulöschen und die Menschheit auf diese Art auszurotten. Die Minbari-Kriegsschiffe waren denen der Menschen bei weitem Voraus. Ihre Scan-Signale blockierten die Hyperraumsprungtriebwerke des Gegners, und ihre Feuerkraft war derart immens, dass sie nur wenige Treffer benötigten um den Gegner zu zerstören. Darüber hinaus waren die Minbari auch in der Lage, die Sprungtriebwerke ihrer Schiffe präziser einzusetzen als die Menschen.[1] Auf der anderen Seite verfügten die Menschen zwar Waffen, mit denen sie den kleineren Kreuzern gefährlich werden konnten, allerdings konnten sie damit immer wieder nur einen Phyrrussieg erreichen. Für jedes zerstörte Minbari-Schiff wurden drei irdische Schiffe zerstört.

Der einzige echte Erfolg, war Sheridans Erfolg bei der Zerstörung der Drala Fi, dem Flaggschiff der Minbari, das den Menschen als Schwarzer Stern bekannt war. Nachdem die EAS Lexington mit ihrer Geleitgruppe von dem Schiff in einem Asteroidenfeld aufgebracht wurde, verblieb nur die schwer beschädigte Lexington, deren Kommandant Captain Roger Sterns bei dem Angriff starb. Das Schiff verfügte lediglich über Manövriertriebwerke und drei nukleare Sprengköpfe, als Sheridan das Kommando übernahm. Er lies diese Sprengköpfe, die mit Annäherungszündern ausgestattet waren, in dem Asteroidenfeld verstecken. Kurz darauf lässt er nun den bisher zurückgehaltenen Notruf senden und lockt so die Drala Fi an. Als das Minbari-Schiff in Feuerreichweite kommt, lässt Sheridan die drei Sprengsätze zünden und vernichtet das Minbari-Kriegsschiff. Für diese Tat erhält er von den Minbari den Namen Sternen-Killer.[1][5]

Das Ende Bearbeiten

Die Streitkräfte der Erdallianz wurden letztendlich in den erdnahen Raum zurückgedrängt und zogen sich zwischen Erde und Mond zurück. Da man aufgrund der bisherigen Taktik der Minbari glaubte, dass die Marskolonie zunächst zugunsten eines direkten Angriffs auf die Erde und ihre Militärverbände, gefolgt von einer Auslöschung jedweden menschlichen Lebens verschont bliebe.[1]

Folgen des Kriegs Bearbeiten

In der Folge des Kriegs beschloss der irdische Senat künftige derartige Kriege mit dem Bau einer Raumstation in einem neutralen Sektor verhindern zu wollen. Das Babylon-Projekt war geboren.[1]

Anmerkungen und Einzelnachweise Bearbeiten